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Unbestritten kann man viel Wissenswertes zur Altsteinzeit mit einem Geschichtsbuch im Klassensaal lernen. Ebenso unstrittig dürfte es sein, dass die Einblicke in diese immerhin bereits mehr als 10.000 Jahre zurückliegende Zeit umso eindrucksvoller werden, je vielfältiger man sich ihnen nähert. Aus diesem Grund nahmen die Klassen 6e und 6f des Gymnasiums Michelstadt an einem von der Ravensburger-Stiftung geförderten, fächerübergreifenden Projekt teil, das neue und vielfältige Zugänge zu jenen alten Zeiten eröffnen sollte. Die Ergebnisse dieser intensiven Beschäftigung wurden am 04.02. vorgestellt.

Bereits mit dem anfänglichen Ausflug in das Landesmuseum Darmstadt im Herbst 2025 wurde deutlich und erfahrbar, dass die üblichen örtlichen und fachlichen Begrenzungen überwunden werden sollten. Konkret wurde die Ausstellung „Von Mammutjägern und Höhlenmalern – Leben in der Altsteinzeit“ dazu genutzt, erste archäologische Erkenntnisse und Zusammenhänge zu sammeln, zu vergleichen und einzuordnen und damit Einblicke in die Werkzeug- und Skulpturenherstellung sowie die Höhlenmalerei zu erhalten. Über acht Wochen flossen die so gewonnenen Erkenntnisse anschließend in die Gestaltung diverser Produkte ein. Mit Louis Corrigan und Anita Schröter unterstützten während dieser Zeit zwei Elfenbeinschnitzmeister die Kinder in ihrer Arbeit an unterschiedlichsten Materialien: Mammut-Elfenbein, Büffelhorn, Bernstein und Tagua-Nüsse wurden kunstvoll bearbeitet und gestaltet. Daneben setzten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur im Deutschunterricht bei ihren Klassenlehrern Andreas Lippmann und Nicole Schneider, sondern auch im Geschichtsunterricht bei Zilan Erdogan und natürlich im Kunstunterricht bei Grit Metzler und Anne Forstreicher mit dem Alltag in der Altsteinzeit auseinander. So gestaltete jede Klasse im Kunstunterricht ihr eigenes gemeinsames Wandbild. Hierbei setzten sich die Schülerinnen und Schüler zeichnerisch mithilfe von Kohlen und Kreiden mit der tierischen Gestalt auseinander. Es folgte eine Aufteilung der jeweiligen Klasse in zwei Gruppen, sodass in den folgenden Stunden in den schuleigenen Werkstätten für Keramik und Holz einfache Werkzeuge, Kunst- und Gebrauchsgegenstände hergestellt werden konnten. Durch die direkte Auseinandersetzung mit steinzeitlichen Techniken, Werkzeugen und Materialien vermittelte das Projekt Einblicke in die Ursprünge der menschlichen Zivilisation und die kulturelle Entwicklung der Menschheit. Neben motorischen Fähigkeiten wurden durch handwerkliches und gemeinschaftliches Arbeiten soziale und persönliche Kompetenzen wie Resilienz, Kooperation und Problemlösungsfähigkeit gestärkt.

Die beeindruckenden Ergebnisse all dieser Anstrengungen präsentierten die stolzen Schülerinnen und Schüler bei einer gut besuchten Projektabschlussveranstaltung am 04.02.2026. In ihrer Begrüßung hob Fachbereichsleiterin Christiane Schwermer den Wert des fächerübergreifenden Ansatzes hervor, der das Projekt ihrer Meinung nach zu einem Erfolg mache. Nach Dankesworten der zuständigen Lehrkraft, Grit Metzler, an alle am Projekt Beteiligten waren es die Schülerinnen und Schüler, die das letzte Wort hatten, bevor die eigentliche Ausstellung eröffnet wurde: Übereinstimmend zogen sie ein positives Resümee und unterstrichen, dass das Projekt für sie eine ebenso interessante wie lehrreiche Erfahrung gewesen sei.  

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