Experimentieren, Tüfteln, Staunen, Lachen und Lernen – der MINT-Event 2019 machte Naturwissenschaften von allen Seiten erlebbar.

mint event2019brueckenmint event2019profroth2„Der einzige Unterschied zwischen spielenden Kindern und uns Physikern ist, dass wir das, was wir machen, hinterher aufschreiben müssen,“ betonte Prof. Dr. Markus Roth vom Fachbereich Physik der TU Darmstadt in seinem Vortrag über „Die Physik von StarTrek“. Dieser Vortrag war der krönende Abschluss eines begeisternden Nachmittags rund um die Naturwissenschaften - und der Satz hätte das Motto der ganzen Veranstaltung sein können.

 

Der Fachbereich Naturwissenschaften des Gymnasiums hatte sich zum Ziel gesetzt, Naturwissenschaften spielerisch, herausfordernd und unterhaltsam für alle erlebbar zu machen und dazu die Schulgemeinde und auch zahlreiche Ehrengäste eingeladen.

mint event2019ch show2So konnte jeder an diesem Nachmittag aus einem bunten Programm sein eigenes „MINT-Event“ zusammenstellen: Da waren brennende Blumen und explodierende Gerichte in einer Chemie Show rund um „Freitag, den 13., im Restaurant“ zu bestaunen und eine Physik-Show erklärte spektakuläre Effekte. In Experimentalparcours in den Fächern Physik, Chemie und Biologie konnte man sein eigenes experimentelles Geschick unter Beweis stellen – ebenso wie seinen Mut, wenn es darum ging, große Schrecken über den Arm laufen zu lassen. Bei den „MINT-Meisterschaften“ waren Wissen und logisches Denken gefordert. Das unterhaltsame Quiz animierte auch viele im Publikum zum Mitraten. Ein Raum weiter wurde eifrig getüftelt und gebaut: „Mathematik spielerisch“ hieß das Motto, bei dem es darum ging, komplizierte geometrische Körper zu bauen. Nebenan hörte man eifrige Diskussionen junger Tüftler. Jeder von ihnen wollte die „Brückenbau-Challenge“ gewinnen und die stabilste Brücke über mehrere Meter bauen – einzige Hilfsmittel: Pappe und Kordel . 

Dieses lebendige MINT-Event ist einer von vielen Bausteinen im Konzept des MINT-Schwerpunktes am Gymnasium Michelstadt, das als MINT-EC-Schule mit einer Reihe von Gymnasien in Deutschland vernetzt ist und Erfahrungen austauscht – mit dem gemeinsamen Ziel, Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften zu begeistern.

mint event2019bioZahlreiche Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen und auch Eltern machten von dem Angebot an diesem Tag Gebrauch. Und die meisten von ihnen hielten durch bis zum krönenden Abschluss am frühen Abend, dem schon erwähnten Vortrag von Prof. Dr. Markus Roth über die Physik von StarTrek, der in Kooperation mit der Odenwald-Akademie zustande gekommen war. In dem äußerst unterhaltsamen, beeindruckenden Vortrag überprüfte der Gast aus Darmstadt die Science Fiction-Ideen der Filmautoren auf physikalische Korrektheit und eventuelle Umsetzbarkeit. Die Zuhörer in der voll besetzten Aula erlebten über 90 Minuten einen Referenten, dessen Enthusiasmus und Humor schnell auf das Publikum übersprang und der auf seiner Reise durch die Physik und die Science Fiction immer wieder mit Überraschungen aufwartete. So sei einiges, was sich die Filmautoren in den 80er Jahren ausdachten, bereits in der Realität angekommen. Bei anderen Dingen sei das aber nicht zu erwarten: „Auf den handelsüblichen WARP-Antrieb müssen wir wohl noch lange verzichten“. Das wiederum tat der Begeisterung im Publikum und dem anhaltenden Applaus jedoch keinen Abbruch.

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